Sonntag, 31. Dezember 2017

Mein 2017 - Rückblick

Hallöchen in die Runde,

ist noch wer hier? So lange habe ich schon nichts mehr gepostet oder geschrieben. Einfach zu beschäftigt war ich in 2017 mit mir und dem realen Leben. So viel hat sich verändert nach den letzten Posts.
Vor allem das letzte halbe Jahr war voller Überraschungen und so viel Spaß & Glück, wie schon lange nicht mehr. Wer mir auf Instagram folgt konnte Phasenweise daran teilnehmen, weiß jedoch das ich mein Privatleben dennoch oft sehr schütze.


Begonnen hat mein 2017 augenscheinlich positiv. Die ersten 4 Kilo purzelten in Januar und ich war so erfreut darüber. Doch schon der Februar brachte nach kurzem erfreuen Ende Januar nicht nettes. Auch der März brachte viel Traurigkeit im Privatleben, Enttäuschung den falschen Menschen vertraut zu haben und die Gewissheit, dass es so nicht das war, was ich mir wünschte. Mit Kind ist es jedoch nicht immer so einfach nur auf sich zu achten und darauf zu schauen, was mich selbst glücklich macht.
Die ersten Märkte standen an und schnell wurde das Privatleben hinten angestellt. Man lebt den Tag gemeinsam, liebt sein Kind gemeinsam, aber verliert sich aus den Augen. Ein Teil orientiert sich weiter in eine andere Richtung, während ich nach außen das Bild der heilen Familie halten wollte.
Heute kann ich über mein verhalten nur den Kopf schütteln, denn es hat mich in keinster Weise weiter gebracht oder gar glücklich gemacht.

Der Mai war ein Monat, in dem ich mein Leben Stück für Stück in die Hand genommen habe. Vielleicht auch weil ich im Unterbewusstsein schon wusste, dass ich etwas ändern muss um glücklich zu werden. Dank meiner Schwester waren die Haare schnell ab und ein Großteil des Lebens, das mich in den vergangenen Jahren begleitet hat lag am Boden. Doch die Entscheidung über einen halben Meter meiner vorher so geliebten Haare zu lassen, habe ich keine Minute bereut. Nein am Ende war ich befreit. Ich habe mein altes Leben ein Stück losgelassen und mich befreit von Altlasten. Heute trage ich einen Longbob, hatte schon einige Haarfarben seit Mai und bin gerade genauso wie es ist glücklich. Der Zustand nach dem ich mich so lange gesehnt habe.


Nach dem wunderbaren Nähwochenende war es auch Zeit etwas im Geschäftsleben zu ändern und so habe ich mich entschlossen nicht mehr mit dem ortsansässigen Stoffladen zusammen zu arbeiten, auch dieser Schritt befreite mich ungemein.

Die nächsten Märkte standen an und das diese mein komplettes Leben auf den Kopf stellen würden war mir nach dem ersten absolut nicht klar.




Meinen Stand baute ich damals wie immer auf und auch der Markt lief gut. Das Privatleben leider nicht wirklich, daher genoß ich die Anerkennung meiner Kunden und anderer Aussteller, auch wenn einer mir erst sehr arrogant vorkam, als er mich fragte, ob ich das alles selber machen würde oder doch nur für jemanden arbeite. Nach einem kurzen Gespräch am Samstag, dachte ich mir nur Spinner und auch der Sonntag machte den ersten Eindruck nicht besser. Heute aber weiß ich, das es Schicksal sein musste, dass genau dieser Spinner mich ansprach. Vor allem erste Eindrücke täuschen oft und manchmal muss man ganz genau hinsehen, um die wahre Person dahinter kennen zu lernen.


Auch mein zweiter Stand hatte einen gewissen Wiedererkennungswert und nach einem verregneten ersten Markttag, saß am zweiten Markttag ein bekanntes Gesicht auf meiner Bank. Nach vielen Gesprächen an den beiden folgenden Markttagen, war da plötzlich ein ganz anderer Mensch zu sehen. Tiefgründig, ehrlich und so gar nicht wie die meisten Aussteller. Dennoch konnte ich nicht davon ablassen, mein angeblich so perfektes Familienleben nach außen zu tragen. Vielleicht konnte ich nicht anders und habe es als Schutzwall benutzt, oder aber aus Angst mir eingestehen zu müssen, dass ich seit der letzen Trennung im vergangenen Oktober in einer Lebenslüge lebte, die von Tag zu Tag nicht besser, sondern schlimmer wurde. 

Dieses Wochenende im Juni änderte alles was danach kam. Wenige Tage nach unserem letzten Marktgespräch und vielen Nachrichten und Telefonaten später saß ich nun hier oben im Norden Deutschlands, 700km von meinem eigentlichen zu Hause weg, in den Armen eines eigentlich fremden Mannes und fühlte mich sowohl wie nie zuvor.

24 Stunden hier oben hatten gereicht mich glücklich zu machen, mir den Anstoß zu geben mein Leben endlich in die Hand zu nehmen und alles besser zu machen.


Frisch getrennt, alleinerziehend und doch so gar nicht alleine, sondern glücklich und geliebt, wie ich es zuvor noch nie hatte. 

Auf die wunderbaren 24 Stunden in Kiel und an der Ostsee folgten bis heute so viele weiter glückliche Wochen. Niemals habe ich gedacht, dass diese eine Begegnung in Luxemburg mein Leben so rasant verändert. Niemals habe ich gedacht das 19 Jahre Altersunterschied so egal sein können. Niemals habe ich gedacht, dass mir das, was andere Leute über diese Beziehung denken, so egal ist.

Heute sitze ich genau auf dieser Couch, auf der ich mich so unglaublich wohl in den Armen dieses Mannes gefühlt habe und schreibe meinen letzten Post für 2017.
Ich bin genau das, was ich schon zu Anfang des Jahres sein wollte, glücklich und 20 Kilo schlanker.
Die 20 Kilo sind ohne Diät einfach gepurzelt, denn sich selbst lieben und mit sich im reinen zu sein schafft Selbstzufriedenheit. 

Alles in allem kann ich sagen 2017 war mein Jahr des Glücks, der Selbstliebe und der Zukunft.
Denn die Zukunft sieht rosig aus und auch 2018 hält einiges an neuen Projekten für mich bereit. Die größte Aufgabe in 2018 wird jedoch sein, weiter an mir selbst zu arbeiten, mich zu lieben und meine Beziehung, die Wochenweise auch eine Fernbeziehung ist nicht aus den Augen zu verlieren.



Ich freue mich auf 2018 und wünsche euch und euren Liebsten einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Eure Mademoiselle Häp


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